Sonntag, 15. März 2009

FOTOS - endlich

Hallo ihr Lieben,

wir sind in den letzten Tagen auf der Suedinsel die Westkueste runtergefahren und nun in Queenstown angekommen. Wir sehen aus als haetten wir die Masern oder so etwas, so viele Muecken- und Sandfliegenstiche haben wir bereits. Wir waren inzwischen insgesamt um die 80km wandern! - und das in einer Woche! (Clara will noch erwaehnen, dass wir gestern sogar mal MORGENS um SIEBEN um den wunderschoenen Lake Matheson JOGGEN waren - krass oder?!)
Gestern Abend waren wir endlich einmal feiern und zwar gleich mit Freunden aus der Heimat: Felix und Nico, die auch gerade durch Neuseeland reisen, haben uns an ihrem einzigen freien Abend hier besucht :)
Und jetzt, da wir endlich maennliche technische Hilfe gefunden haben, laden wir endlich auch mal ein paar Fotos hoch.
Australien und Neuseeland


Einfach Bild anklicken und schauen, staunen, neidisch werden.

Viele liebe Gruesse
Clara und Hannah

Mittwoch, 4. März 2009

Roadtrip

Freitag, 20.Februar 2009
Unser Roadtrip durch Neuseeland beginnt am spaeten Nachmittag in Auckland. Auf dem Highway 1 verlassen wir die Millionenstadt in Richtung Norden. Unser erstes Ziel ist das, an den Bay of Islands gelegene, Touristendorf Paihia. Doch schon bald fragen wir uns, ob wir Paihia jemals erreichen werden. Der Highway 1 ist nicht mehr als eine - teils schlecht ausgebaute - Landstrasse und nach kurzer Zeit beginnt es in Stroemen zu regnen. Hinzu kommt, dass unser Van zwar eine wirklich bequeme Matratze und jede Menge Campingzubehoer mitbringt, sein Motor aber rein gar nichts kann. Und so schalten wir wir an jedem Huegel brav runter, bleiben stehen, starten erneut und erreichen nach einer anstrengenden ersten Fahrt den Ort. Es regnet immernoch, weshalb uns nichts anderes uebrig bleibt, als den Campingkocher in seiner Verpackung zu lassen und uns mit einem Bier als Abendessen zu begnuegen.

Samstag, 21.Februar
Paihia hat ausser einem ganz netten Strand nicht viel zu bieten, aber wir finden etwas anderes fuer den Nervenkitzel: SKYDIVEN. Lisa und Clara wagen einen Sprung aus 12,000ft (keine Ahnung wie viele Meter das sind - viele auf jeden Fall!) und es ist wirklich unbeschreiblich. Am besten ist der Moment, wenn man aus dem Flugzeug springt, sich im freien Fall dreht und nicht weiss, wo oben und unten ist.

Sonntag, 22.Februar
Unser Verhaeltnis zu Distanzen hat sich komplett veraendert: nie waeren wir in Deutschland nur fuer ein Wochenende mal kurz nach Bonn oder Hinterdeppendorf gereist, jetzt fahren wir mal eben 250km um einen Leuchtturm zu besichtigen - nicht zu vergessen, dass wir spaeter die exakt gleiche Strecke wieder zurueck muessen! (naja, immerhin ist's nicht irgendein Leuchtturm, sondern der am Cape Reinga, dem noerdlichstens Ende Neuseelands)

Montag, 23.Februar
Northland, dem hohen Norden Neuseelands lassen wir hinter uns und fahren ueber Auckland gen Osten auf die wunderschoene Halbinsel Coromandel.

Dienstag, 24.Februar
Wir erwachen in Hahei mit Blick auf's Meer. Schon voll ans Leben in und mit unserem Van, Johnny die Flasche, gewoeht, nehmen wir eine kleine dusche in der oeffentlichen Toilette (sehr kompliziert sich in einem Miniwaschbecken die Haar zu waschen!). Zum Fruehstueck gibt es die taegliche Portion Haferschleim, danach gehen wir fit fuer den Tag zum Cathedral Cove.
Den Nachmittag verbringen wir am Hot Water Beach, wo ettliche Verrueckte stundenland im Sand buddeln, um sich ihren eigenen Wirlpool ueber einer der kochend heissen unterirdischen Quellen zu sichern. Wir haben Glueck: wir finden, noch bevor wir selbst zur Schaufel greifen, ein alleingelassenes Sandloch und geniessen das heisse Wasser im kuehlen Sommerregen.

Mittwoch, 25.Februar
Wanderung in und um Waitomo

Donnerstag, 26.Februar
In Rotorua stinkts! Je nachdem aus welcher Richtung der Wind kommt riecht die ganze Stadt nach Schwefel.
Auf unserem Weg nach Taupo machen wir einen Stop im "Wai-O-Tapu Thermal Wonderland". Hier kann man ca. 2 Stunden um stinkende Tuempel in verschiedenen Farben spazieren. Es gibt eine Chemielehrerin, die bestimmt viel daran haette, uns zu erklaeren, welche Farbe fuer welche Inhaltsstoffe, wie Arsen, Schwefel oder Eisen, steht...

Freitag, 27.Februar und Samstag, 28.Februar
Wir haengen in Taupo rum und versuchen uns irgendwie sinnvoll zu beschaeftigen. Das ist gar nicht so leicht, denn Taupo selbst hat nichts zu bieten. Dafuer haben wir einen netten Platz direkt am See gefunden und gehen - wenn es nicht gerade mal wieder in Stroemen regnet - hin und wieder schwimmen. Wir lernen Dez kennen, der genau wie wir auf besseres Wetter wartet, um das beruehmte Tongariro Crossing zu machen. Zu viert fahren wir Samstag am spaeten Nachmittag weiter nach Turangi (kann noch weniger als Taupo, aber immerhin etwas anderes).

Sonntag, 1.Maerz
warten auf besser Wetter

Montag, 2.Maerz
Endlich haben wir Glueck! Der Regen hat sich verzogen und wir koennen rauf auf die Vulkane und auf Frodos Spuren Mordor durchwandern. Gut ausgeruestet bringen wir die 19,4km zuerst in Nebel und Wind und spaeter im strahlenden Sonnenschein hinter uns. Wir sind begeistert. Das lange warten hat sich gelohnt: Rote Krater, strahlend blaue Seen und fremde Gewaechse machen die Wanderung zu einem tollen Naturerlebnis.
Nach 7 Stunden kommen wir erledigt, aber gluecklich wieder im Ort an und goennen uns unserer erste richtige Dusche seit Beginn unserers Roadtrips.

Dienstag, 3.Maerz
Wir brechen frueh zu unserer letzten Station auf der Nordinsel: Wellington auf.
An huebschen Straenden und kleinen Staedten machen wir Rast und kommen schliesslich in der Hauptstadt an. In schoener Bucht gelegen, mit grossem Hafen und butem kulturellem Angebot warten hier ein paar nette Tage auf uns, bevor wir am Freitag mit der Faehre auf die Suedinsel uebersetzen.

Mittwoch, 4.Maerz
Clara verbringt den ganzen Tag im Internetcafe um diesen ellenlangen Blog abzutippen und will mit jede Menge Kommentaren belohnt werden!!
Happy Birthday liebe Leo!!!

Donnerstag, 19. Februar 2009

YIPIEHHHHHHH!!

WIR HABEN EIN AUTO!! Ja, genau, ein eigenes Auto. GEKAUFT. Fuer gar nicht mal so viel Geld. Und das beste: Wir koennen drin schlafen, und kochen, und essen, und Musik hoeren und noch so viel mehr. Geschehen ist das ganze vor weniger als 48 Stunden im verregneten Auckland, wo wir seid Montag verweilen.
Und Achtung, hier kommt gleich die naechste Neuigkeit: Wir haben uns vermehrt. Aus zwei mach drei. Wir haben unsre alte Schulfreundin Lisa getroffen und spontan beschlossen den Neuseelandtrip zu dritt zu machen. Mehr Leute, mehr Spass, mehr Gespraechsstoff, weniger Ausgaben. Jetzt haben wir also ca fuenf Wochen Zeit die wunderschoene Insel Neuseeland zu erkunden und unsicher zu machen. Heute starten wir gen Norden und hoffentlich raus aus dem Regen, alles weitere wird sich zeigen.
Freut euch mit uns mit und drueckt die Daumen, dass der alte Klapperwagen, den wir liebevoll Johnny, die Flasche getauft haben, uns mag und sicher mitnimmt.

Alles Liebe, Clara und Hannah

Montag, 9. Februar 2009

Das Wwoofing - ABC

A wie arbeiten - wwoofen ist ein Ganztagsjob. wenn es die Hitze nicht gerade unmoeglich macht, wird mit kleinen Pausen den ganzen Tag gearbeitet!

B wie Bushfire - lebensbedrohliche Gefahr im direkten Umkreis von der wir jedoch verschont geblieben sind. Macht euch also keine Sorgen um uns, haben jetzt auch den Ort gewechselt.

C wie Clari - die gerne mal ein frisches Ei fallen laesst, die Milch umstoesst oder Huehner und Ziegen freilaesst, diese dann jedoch gekonnt wieder einfaengt.

D wie Dinner - abendlich von uns zubereitet und wahrlich ein Genuss (vorallem im Gegensatz zur Frensh-Island-Schonkost :) ).

F wie Frischmilch - direkt aus dem Ziegeneuter, jeden morgne wieder von uns gemolken.

G wie Garten - macht jede Menge Arbeit, versorgt dafuer aber eine ganze Familie plus Wwoofer mit frischem Obst und Gemuese.

H wie Huehner - gibt es hier jede Menge - gegessen werden sie leider nicht (vorallem um den nachts dauerkraehenden Hahn haet's uns nicht Leid getan!).

I wie iiihhh - Riesenspinne im Haus.

K wie Kids - 4 zwischen 1 und 9 - laut, anstrengend, verzogen - aber wir haben sie trotzdem lieb gewonnen.

L wie Laufband - auf dem nur der Hund taeglich trainiert - ein Fall fuer die Pannenshow!

M wie Missverstaendnis - wir schreiben jeden Blog ZUSAMMEN - musste mal gesagt werden :)

N wie Neuseeland - naechste Woche Montag geht's los - die Reiseplaene laufen auf Hochtouren.

R wie Ron - netter Opi, der uns davor bewahrt hat bei 45Grad im Zelt zu uebernachten und uns spontan uebers Wochenende zu sich uns seiner Frau eingeladen und uns ungemein verwoehnt hat. (Wir wollten das Wochenende vor dem wwoofen mal wieder campen auf dem Lande^^.)

S wie sauber - war'n wir leider selten - Duschwasser ist Mangelware!

T wie Tee - hier kommen - drei mal am Tag - die britischen Wurzeln vieler Australier durch.

W wie Wwoofing - Willing Workers on Organic Farms; werden wir andernorts noch eine Woche lang sein bevor es nach NZ geht.

Z wie Zaun - haben wir am heissesten Tag in der Geschichte Australiens gestrichen und uns und unsere Klamotten gleich mit.

Mittwoch, 28. Januar 2009

French Island - Somewhere in the Nowhere

Wir sind zurueck in Melbourne. Immernoch ohne Job, aber entspannt nach ein paar schoenen Tagen fernab der Grossstadt auf French Island.

Freitag im Zug: die Doerfer werden immer kleiner, die Leere dazwischen immer groesser. Endstadtion ist Stony Point, wo auch schon die Faehre wartet. Was uns ueberrascht: Wind und Wetter wie an der Nordsee; von Karibikfeeling keine Spur. Schwankend bringt uns das kleine Boetchen rueber zur Insel. Sofort sind wir irritiert: ein grosses Hotel, volle Straende und Imbissbuden an jeder Ecke. Das soll unsere Insel mit nur 60 Einwohnern sein? Trotzdem marschieren wir schwerst beladen in die Richtung, in der wir unseren Campingplatz vermuten. Doch die Werbetafeln fuer "Philip Island Hotel" und "Philip Island Info Center" nehmen kein Ende. Philip Island? Da stimmt doch was nicht. Die naechsten Passanten sprechen wir an: "Wo sind wir hier eigentlich?" Fast haben wir uns es jetzt schon gedacht: Philip Island. Mist! Da haben wir wohl die falsche Faehre erwischt. Mit Lachtraenen in den Augen setzen wir uns erst einmal mitten auf den Gehweg und fangen an zu Vespern. Die letzte Faehre zur richtigen Insel sehen wir gerade davon fahren - Plan B muss her. Auch hier wird es wohl Campingplaetze geben. Schnell ist eine vollstaendige Liste dieser besorgt, schnell sind alle angerufen und schnell wissen wir: alle sind sie ausgebucht! Es faengt schon zu Daemmern an und wir haben keinen Schlafplatz. Wie ist eigentlich Plan C? Im Park uebernachten? Durchmachen am Strand? Mutti in Sorge anrufen und heulen? Aber weil wir zum einen muede und zum anderen keine Memmen sind, haben wir eine noch bessere Idee. Irgendwer wird zwei gestrandete, verzweifelte Maedchen doch in seinem Garten zelten lassen! Wir suchen uns das schoenste Haus der Insel aus und haben tatsaechlich Glueck. Wie schon oft festgestellt, sind die Australier ein sehr nettes Volk und gerne helfen sie uns aus der Patsche.
Frueh am naechsten Morgen brechen wir auf und nehmen die erste Faehre zur richtigen Insel. So haben wir uns das schon eher vorgestellt. Alles ist menschenleer, die Anlegestelle besteht aus nichts als einem kleinen Haeuschen und empfangen wir man vom Ranger das Nationalparks, der den groessten Teil der Insel einnimmt. Vor uns liegt nun ein fuenf Kilometer langer Fussmarsch in praller Sonne auf sandigen Strassen. Nach 500m brauchen wir die erste Pause - immerhin traegt jeder von uns 20kg auf dem Ruecken, 10kg auf der Brust und eine schwere Tasche in jeder Hand. Trampen waere jetzt nicht schlecht - Autos gibt es auf dieser ausgestorbenen Insel leider wenige. Aber wir haben Glueck: wenige Kilometer spaeter werden wir von einem netten Inselbewohner zum Campingplatz gefahren. Campingplatz ist eigentlich uebertrieben, "Fairhaven" ist ein eingezaeunter Bereich direkt am Strand mit nicht mehr als einem Plumsklo. Ausser uns verschlaegt es hier nur wenige hin und niemand bleibt laenger als eine Nacht. Bei uns werden es drei. Aber hej - immerhin ist es kostenlos (da kommen wohl unsere schwaebischen Wurzeln zum Vorschein). Aber es gefaellt uns auch wirklich gut hier. Die Tage verbringen wir mit leichten Wanderungen, tiefsinnigen Gespraechen, Uno spielen und lesen. Wir geniessen die Ruhe und haengen unseren Gedanken nach. Nur an Nahrung zu kommen stellt sich als Problem heraus. Der einzige Shop der Insel ist 10km entfernt und ausserdem sackteuer, wie wir feststellen, als wir aus der Not heraus vier Liter Wasser fuer knapp 10 Euro kaufen. Ausserdem fehlt es uns ja nicht nur an Isomatten (ja, es waren harte Naechte!), sondern auch an Campingkocher, Toepfen, Tellern, etc. So ernaehren wir uns von Brot in abgezaehlten Scheiben, Dosentunfisch und trockenen Cornflakes. Einziger Lichtblick ist der eine Keks pro Tag. Wunderschoene Sonnenuntergaenge und traumhafte Straende machen das harte Wildcamperleben jedoch wieder wett und wir fahren Dienstagmorgen mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder Richtung Melbourne.
Fuenf Tage und vier Naechte ohne Dusche, aber wir koennen uns immer noch gut riechen.

Ab Montag werden wir zum ersten mal wwoofen, bei einer Familie in einer kleinen Stadt in der Naehe von Melbourne.

Hannah und Clara


P.S.: Vielen Dank fuer eure Geburtstagsglueckwuensche. War doch mal was ganz anderes so am anderen Ende der Welt und ohne Freunde und Familie. Aber Hanni und ich haben ja einiges erlebt am 23. und so wars auf keinen Fall langweilig!! Liebe Gruesse, eure Clara.

Freitag, 23. Januar 2009

Living in Melbourne

G’day guys!

Das Wochenende haben wir in Canberra, der Hauptstadt Australiens, verbracht. Viel gibt es davon nicht zu erzaehlen, denn Canberra ist zwar der Regierungssitz, sonst aber wie ausgestorben. Bis auf die Besuche im National Museum of Australia und der National Gallery of Australia lagen wir die meiste Zeit in der riesigen Parkanlage, die sich rund um die Regierungsgebaeude erstreckt.

Sonntagabend ging’s dann weiter: Nachtfahrt mit dem Bus nach Melbourne. Hier ist es wirklich schoen. Irgendwie weniger hektisch als in Sydney und unser Hostel liegt genau zwischen Innenstadt und dem Yarra River, an dem man sehr gemuetlich sitzen und die Skyline der Stadt betrachten kann. Gleich im Hostel haben wir Dani und Jensi, Bekannte aus Freiburg, getroffen. (die haben auch ‘nen Blog, den ihr unbedingt lesen muesst: http://dani-jens-australien.blogspot.com) Zwar haben wir die tagsueber kaum zu Gesicht bekommen – in Melbourne sind gerade die Australien Open… -, aber wir haben es doch genossen, abends mal zu viert zu essen oder stundenlang mit ihnen Prominentenraten zu spielen.
Die Jobsuche gestaltet sich leider schwieriger als gedacht, aber wir telefonieren taeglich in der Gegend herum und es besteht das Geruecht, dass es in den naechsten Wochen einige Fruitpicking-Jobs gibt. Drueckt uns also die Daumen!

So schoen Melbourne auch sein mag, wir wollen schon wieder weiter. Es zieht uns aus der Grossstadt an einsame Straende, aus dem Trubel in die Einsamkeit und Stille. Also haben wir eine kleine Insel als naechstes Ziel gewaehlt. French Island liegt ca. zwei Zugstunden suedlich von Melbourne. Dorthin werden wir heute – an Claras Ehrentag – aufbrechen. Hostel gibt es dort genau eines – und das ziemlich ueberteuert. Sonst gibt es noch einen kleinen Campingplatz mit nichts als Plumsklo – dafuer aber umsonst. „Das machen wir“, haben wir spontan entschieden und uns kurzerhand ein Zelt gekauft. Im Sonderangebot fuer umgerechnet nur 25 Euro. Uns erwartet also ein Wochenende fernab jeglicher Zivilisation, ohne Strom, fliessendem Wasser oder einer Moeglichkeit zu kochen. Ganz zu schweigen davon, dass wir weder Isomatte noch Taschenlampe haben – die gab‘s nicht im Sonderangebot. Aber wir sind frohen Mutes. Wir freuen uns auf ein Wochenende voll Abenteuer, menschenleerer Straende und naechtelangen Gespraechen in trauter Zweisamkeit.
Wie es uns tatsaechlich ergangen ist und ob unser Inseltraum nicht zum Albtraum wurde, werden wir euch hinterher – zurueck in der Zivilisation – berichten!

Clara und Hannah

Donnerstag, 15. Januar 2009

Flyer

Raus aus der Grossstadt und in einem wunderschoenen Hostel in Katoomba angekommen, lassen wir die ertsen Tage noch einmal Revue passieren.
Unser Backpacker-Dasein hat nun so richtig begonnen. Im Zug oder abends im Hostel treffen wir auf Reisende. Alte und Junge, Backpacker aus Europa und Wanderlustige aus Neuseeland. alle haben sie viel erlebt und viel zu erzaehlen und immer wieder Tipps fuer uns parat.

Fuer gute Tipps haben wir aber auch noch eine andere Quelle. Eine unerschoepfliche Quelle. Eine uns ueberfluetende Quelle. Eine Quelle, bei der weder Anfang noch Ende erkennbar ist. Eine Quelle, die uns das Leben manchmal leichter, unsere Rucksaecke jedoch bedeutend schwerer macht: FLYER.
Verfuererisch laecheln sie uns unentwegt an. Vom schwarzen Brett im Hostel, an Bahnhoefen und Bushaltestellen, an Info-Zentren und Strassenecken - ja sogar im Kneipenklo winken sie.

Been there, done that?
Schon ein Auto gemietet? Schon einen Skydive gewagt? Schon im Outback gewesen? Schon Tour A, B, C und D in gruen unternommen, die sich - wenn ueberhaupt - in x unterscheiden? Schon Mangos geerntet und gewwooft?
"Nein", denken wir und greifen beherzt zu. Darauf geachtet, was der andere einsammelt, wird aber nicht. Und so haben wir abends nicht nur ein Gros an Informationen, sondern auch noch alle doppelt.

Gut ausgeruestet sitzen wir also auf der Terasse der "no.14" in Katoomba - uebrigens kein Tipp der Flyer, sondern einer unseres Reisefuehrers - und planen unsere Wanderung durch die Blue Mountains. Ueberflutet von all den Infos folgen wir dann aber doch lieber dem Rat der Hostel-Mutter und erleben einen wunderbaren Tag an dem wir einen kleinen Einblick in die beeindruckende Flora und Fauna Australien bekommen.
So neigt sich unser Kurztipp in die Berge schon wieder dem Ende zu und eine dringliche Frage tritt auf: Wo schlafen wir eigentlich morgen??
Moment: hatten wir dazu nicht einen guten Flyer?